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FÜR ZWEI STARKE AUGEN

Entwicklung des Sehens

Das Sehen entwickelt sich im Kindesalter, besonders rasant in den beiden ersten Lebensjahren. Neugeborene sehen zunächst noch sehr unscharf und schlecht und sind relativ stark weitsichtig. Diese Weitsichtigkeit reduziert sich in den ersten Lebensjahren mit dem Wachstum des Auges und die Sehschärfe steigt durch die weitere Entwicklung der Sinneszellen in der Netzhaut und in der Sehrinde des Gehirns. Damit die Sehschärfe sich in beiden Augen gut entwickelt, müssen diese organisch gesund sein. 

Das gezielte Fixieren ist ab der 8. Lebenswoche zu erwarten. Ab dem 3. Lebensmonat erkennt das Kind bereits Strukturen und kann zum Beispiel ein Lächeln erwidern. Das räumliche Sehen entwickelt sich zwischen dem 3. und 5. Lebensmonat. Ab jetzt können die Einzelbilder beider Augen zu einem Seheindruck verschmolzen werden, erst dadurch kann ein Tiefeneindruck (3D-Sehen) entstehen.

Als Sehschärfe (Visus) wird die Fähigkeit bezeichnet, einen Gegenstand in seinen Details richtig zu erkennen. Sie kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden:

  • Brechkraft des Auges
    Brechungsfehler im Sinne einer zu starken, zu schwachen oder einer unregelmäßigen Brechung müssen durch Brillengläser korrigiert werden, damit das Auge eine scharfe Abbildung erhält.
  • Qualität des optischen Systems
    Sind Hornhaut, Linse oder Glaskörper getrübt, so wird die Sehschärfe unter Umständen deutlich verringert. Eine solche Trübung sollte möglichst schnell entfernt werden. Vor allem angeborene Medientrübungen müssen so früh wie möglich beseitigt werden um eine gute Entwicklung der Sehschärfe zu gewährleisten.
  • Gesundheit der Netzhaut
    Sind die Zellen in der Netzhaut nicht in der Lage, die Lichtreize richtig zu verarbeiten oder die Nervenimpulse weiterzuleiten, so kann das Gehirn Gegenstände nicht mehr gut erkennen.

Störungen jeder Art in der Entwicklung der Sehschärfe können zu Sehschwächen führen. Werden solche Sehschwächen nicht noch während der Entwicklungsphase, also im Kindesalter erkannt und behandelt, so können sie dauerhaft bleiben.