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FÜR ZWEI STARKE AUGEN

Was ist Schielen?

Von Schielen (Strabismus) spricht man, wenn eine ständige oder immer wieder auftretende Fehlstellung eines oder beider Augen vorliegt. Beide Augen schauen nicht in die gleiche Richtung (oder: Ein Auge weicht von der Blickrichtung des anderen ab).

Schielen ist nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern kann ohne Behandlung bzw. regelmäßige augenärztliche-orthoptische Kontrollen zu schweren Sehbehinderungen führen. Deshalb gilt: Je früher eine Fehlstellung der Augen erkannt wird, desto wirkungsvoller und erfolgreicher verläuft die Behandlung.

Schielen kann in allen möglichen Richtungen, auch kombiniert, auftreten: Innenschielen (Esotropie), Außenschielen (Exotropie) und Höhenschielen (Hyper-, Hypotropie).

Schielformen

Ein manifestes, also ständig vorhandenes und häufig angeborenes bzw. in den ersten Lebensmonaten entstandenes Schielen ermöglicht keine oder nur eine geringe Zusammenarbeit beider Augen (beidäugiges Sehen, Binokularsehen).

Neben dem offensichtlichen Schielen gibt es noch das zeitweilige, latente Schielen (Heterophorie), das ebenfalls in alle Richtungen auftreten kann, jedoch eine mehr oder weniger gute beidäugige Zusammenarbeit zulässt. Dieses latente Schielen haben ca. 80% aller Menschen und verursacht meistens keine Beschwerden. Belastet das latente Schielen die beidäugige Zusammenarbeit zu sehr, so kann es doch zu Beschwerden kommen, die augenärztlich-orthoptisch untersucht und behandelt werden können und sollten.

Eine Sonderform und besonders wichtige Schielerkrankung ist der so genannte Mikrostrabismus. Hierbei ist der Schielwinkel so klein, dass man ihn mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Die Patienten können trotz des ständigen kleinen Schielwinkels ein gewisses Maß an Binokularsehen haben. Da der Schielwinkel jedoch so klein ist, wird diese Art des Schielens häufig erst spät entdeckt wird. Eine hochgradige Sehschwäche (Amblyopie) auf dem schielenden Auge hat sich in den meisten Fällen schon gebildet.

Schielt mein Baby?

In den ersten Lebenswochen bis hin zum 3. Lebensmonat ist häufig ein Schielen bei Säuglingen zu beobachten, da die Augenbewegungen noch nicht ausreichend koordiniert sind. Ein auffälliges Schielen nach dem 3. Lebensmonat sollte augenärztlich-orthoptisch abgeklärt werden.
Häufig handelt es sich jedoch um einen sog. „Pseudostrabismus“. Aufgrund des noch kindlich breiten und flachen Nasenrückens entsteht bei nur geringem Blick zur Seite schon der Eindruck des Schielens. Auch hier kann eine augenärztlich-orthoptische Untersuchung ein richtiges Schielen ausschließen.